Jedes Kind ist in seinem Alltag mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert. Ganz gleich ob zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule, wir erwarten, dass sich ein Kind alleine anzieht, wäscht und die Schuhe bindet,
dass es zeichnet, bastelt und mit Bauklötzen spielt, dass es klettert, schaukelt und rutscht, dass es schreibt, aufmerksam aufpasst und die Hausaufgaben erledigt. Dabei sind unsere Kleinen prinzipiell immer bestrebt, ihre
Tätigkeiten so selbstständig wie möglich auszuführen und sie lernen durch Versuche, Wiederholungen und Variationen. Auf diese Weise erweitern und perfektionieren Kinder ihre Fertigkeiten im Laufe der Zeit immer mehr.
Nun kann es aber vorkommen, dass ein Kind Schwierigkeiten hat, die Aufgaben des Alltags zu bewältigen. Die Ursachen für solche Schwierigkeiten sind vielfältig und oft spielen mehrere Faktoren eine Rolle. In Frage kommen dabei:
Die Auswirkungen sind ebenfalls variabel. Folgende Bereiche können unter anderem betroffen sein:
Zeigt ein Kind Auffälligkeiten in einem oder mehreren dieser Bereiche, kann es sein, dass es im Alltag Einschränkungen in seinem selbstständigen Handeln erfährt. Dies wirkt sich in der Regel auf die Alltagsgestaltung einer
Familie, die Interaktion mit anderen Menschen (Familie, Klassenkameraden, LehrerInnen etc.) und den Selbstwert und das Selbstvertrauen des Kindes aus. Ist dies der Fall, kann die Ergotherapie dem Kind und seiner Familie
helfen.
Als Ergotherapeutin beobachte ich das Kind in seinem Handeln und eruiere seine Schwierigkeiten ebenso wie seine Stärken und Ressourcen.
Auf dieser Basis formulieren wir gemeinsam Ziele, die wir im Rahmen der Ergotherapie erarbeiten. Dafür bin ich mit einem breitgefächerten Handwerkszeug ausgestattet, das es mir ermöglicht, die Therapie kindgerecht, abwechslungsreich und individuell abgestimmt
zu gestalten.
Mögliche Therapiemittel sind:
Je nach Weiterbildungen von uns TherapeutInnen fließen spezifische Methoden und Ansätze in die Behandlung ein.
Meine Zusatzausbildung zum Thema „Klettern als Therapie“ ermöglicht es mir, auch die Kletterwand als
Therapiemedium zu nutzen.
Durch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und weiteren Bezugspersonen aus dem Umfeld (Kindergarten, Schule) kann das Kind seine neuen Fertigkeiten zu Hause und im Kindergarten/in der
Schule ausprobieren und erweitern. Auf diese Weise können wir das Kind gemeinsam auf seinem Weg zum selbstständigen Handeln unterstützen.